[52 Games|52] Abschied: Kehrmaschinen-Simulator 2011

Ursprünglich wollte ich durch die Assoziation Abschied-Verlust nochmal über Dear Esther schreiben. Oder über Max Payne. Oder Braid. Aber zu diesen Spielen ist mir auch nichts neues eingefallen, also hab ichs gelassen.

Stattdessen ziehe ich ein paar Erkenntnisse aus der 52Games-Aktion:

  1. Es gibt wichtigeres als das Internet.
  2. Ich bin nicht kreativ (wenn ich mir zu einem Thema was aus den Fingern saugen soll.)
  3. Ich habe was so die aktuelle Spielewelt angeht, den Anschluss verloren, wahrscheinlich durch eine Mischung aus Zeit- und Geldmangel, bzw. Skrupeln vorm Raubkopieren. Das letzte Battlefield was ich gespielt habe war Vietnam. Wenn ich jetzt was aktuelles spiele, dann das was es im Humble Bundle gibt (und wenn man da den ganzen RPG-Kram weglässt, bleibt ja auch nicht mehr viel übrig...)

Der Übersicht halber noch mal alle Beiträge, mit diesem immerhin 11 von 52:

Achja, falls noch jemand ein Spiel sucht, was man auch noch total besoffen spielen kann (und dann wahrscheinlich auch erst richtig Spaß macht), dem sei der Kehrmaschinen-Simulator 2011 empfohlen. Und die Assoziationskette zwischen Kehrmaschinen und Abschied dürft ihr selbst bilden...

In diesem Sinne:

[via Ronny]


[52 Games|28] Ausdauer: The Binding of Isaac

Neben fehlender Zeit ist auch die fehlende Ausdauer der Grund dafür, dass ich seit Monaten nichts mehr zu den #52Games geschrieben habe.

Auch wenn ich quasi kaum noch zum Spielen komme, gibt es doch ein Spiel, bei dem ich zwischendurch mal ne Runde zocken kann und was ich laut Steam schon 62 Stunden gespielt habe und was damit Spitzenreiter ist.

The Binding of Isaac

The Binding of Isaac ist ein Action-RPG-Shooter mit Rogue-like-Elementen und einer zufällig generierten Spielwelt. Das heißt, die Kammern, Gegner und Power-Ups sind bei jedem Spiel völlig verschieden und das macht das Spiel sehr spielenswert. Obwohl ich es recht schwer finde und man nicht speichern kann, ist der Frust nie so groß nicht doch noch eine Runde zu versuchen. Ihr spielt den kleinen Isaac, der von seiner Mutter geopfert werden soll. Auf der Flucht gerät er immer tiefer unter die Erde und muss sich mithilfe seiner Tränen und verschieden Power-Ups gegen verschiedene Gegner behaupten. 

Über all die WTFs bzgl. Bibel, Gott und Teufel würd ich auch noch schreiben, aber dazu fehlt mir die Ausdauer...

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es am Spiel oder an mir liegt, dass ich nach 63 Stunden noch nicht beim Endgegner angelangt bin. Klar, Mutti hab ich schon besiegt, aber danach muss man sich durch ihren Unterleib kämpfen und da hab ich noch so meine Schwierigkeiten... Herr Dr. Freud, ne Idee?


[52 Games|14] Zeit: Braid

Zeit hat mir in letzter Zeit etwas gefehlt, nichtsdestotrotz mal wieder ein Beitrag zu #52Games.

Beim Thema Neubeginn hatte ich Braid schon mal erwähnt und wer regelmäßig die Aktionen um das Humble Bundle verfolgt, der kennt Braid sicher auch und weiß warum ich dieses Spiel beim Thema Zeit gewählt habe.

Braid

Im Prinzip ist es ein simples Jump'n'Run a la Super Mario. Also auch mit Prinzessin retten und so, nur mit etwas Tragik und Metaphorik. Und man kann nicht sterben. Dafür, und das ist das Besondere bei Braid, kann man mittels der Shift-Taste die Zeit zurückdrehen, beliebig oft und beliebig lange. So bekommt man auch schwierige Level in den Griff, ohne durch ständiges Ableben frustriert zu werden.

Wären da nicht Objekte, deren Bewegung sich nicht zurückdrehen lässt. Das heißt, im Verlauf des Spiels kann es durchaus passieren, dass man einen Knoten im Kopf bekommt, weil man quasi gleichzeitig vorwärts und rückwärts denken muss.

Außerdem ist es grafisch und musikalisch sehr liebevoll gestaltet, für Xbox, PS3, Mac OSX, Linux und Windows erhältlich und kostet (bei Steam) auch nur ca. 9€.


[52 Games|09] Klang: Dear Esther

Jepp, schon wieder Dear Esther. Aber diesmal geht es mir in zweierlei Hinsicht um Klang, zwei Aspekte die ich beim ersten Beitrag vernachlässigt hatte.

Zum einen natürlich der Soundtrack* (den es in der alten Version auch als kostenlosen Download gibt), bei dem ich immernoch Gänsehaut bekomme, auch wenn ich das Spiel grade nicht spiele. Keine epischen Orchester, ein Cello oder ein Flügel mit einfachen Melodien. Toll.

Zum anderen ist da noch der Klang der Stimme. Auch wenn es immer der gleiche Sprecher ist, kann man am Klang erkennen, um welchen der drei Sprechenden es sich handelt. Genauso ist die leichte emotionale Veränderung im Laufe des Spiels nur durch die Klangfarbe der Stimmen zu erkennen. Aber da ist auch noch der Klang der Sprache, etwas was für mich noch einmal besonders heraustritt. 

Ich habe beim ersten durchspielen höchstens die Hälfte der Texte verstanden, sie sind alle in einem sehr schönen Englisch verfasst, bei dem ich einen Haufen Wörter nicht kannte (wer spricht den heute noch so, und alte Texte werden komischerweise in der Schule nicht behandelt), weshalb ich dann angefangen habe mir das Skript zu überstetzen.

Mittlerweile gibts die Community-Übersetzungen, die man sich einfach installieren kann und dann hat man wenigstens die Untertitel in Deutsch o.ä. Und da fehlt es mir wiederum an Klang. Es wurde sehr nah am Original übersetzt, um irgendwie den Inhalt rüberzubringen, aber die Schönheit der Sprache, die ja im Deutschen durchaus vorhanden ist, ist futsch. Vielleicht kann sich da ja mal jemand mit Ahnung und Talent ransetzen und diesem fabelhaften "Spiel" eine gebürtige Übersetzung schenken. Und dann noch jemand mit ner passenden Stimme einsprechen lassen. Das wäre super.


[52 Games|07 - 08] Sex & the City: Grand Theft Auto IV

Ein Spiel, ein Beitrag, zwei Themen, dreieinhalb Tage zu spät: GTA IV.

Sex

Zuersteinmal: ficken. Wird viel zu wenig verwendet, als Wort. In Spielen wirds aber auch als Handlung irgendwie sehr wenig thematisiert. Wenn man bedenkt, dass ja angeblich das halbe Internet aus Pornografie oder anderen Sexbezogenen Inhalten besteht. Klar sind viele Dinge in Spielen sexualisiert, grade die Darstellung weiblicher Personen: Lara Croft, um nur das vielleicht bekannteste zu nennen. Aber um Sex selbst, ums ficken quasi, gehts doch eher selten. Nun bin ich nicht unbedingt der Spiele-Nerd, es gibt sicher einen Haufen großartiger Spiele, von denen ich keine Ahnung habe (grade habe ich viel über Mass Effect gelesen und da ist wohl auch was mit Sex und Zwischenmenscheleien - hab ich noch nicht gespielt), aber zu Sex sind mir auf Anhieb nur drei Spiele eingefallen: Die Sims, GTA und Lula 3D.

Eigentlich hatte ich über Lula 3D schreiben wollen, schließlich liegt das hier noch irgendwo rum, aber länger als 10 Minuten hab ich Spiel nie durchgehalten. Nein, nicht weil ich dann ..., nein, es ist einfach nur sagenhaft schlecht.

Die Sims hab nicht besonders viel gespielt und wenn doch, fand ich intressanter, sich einen Haufen Geld zusammenzucheaten und dann riesige Häuser zu bauen. Trotzdem stehen hier Die Sims 1-3 incl. mindestens vier Add-Ons (pro Teil). So ist das eben, wenn man zusammen zieht... Aber den Umgang mit Sex finde ich ganz in Ordnung, es ist die sprichwörtlich "schönste Nebensache der Welt". Es findet statt, wenn auch eher symbolisch,  Frau wird schwanger oder auch nicht, aber eben ohne Fokus.

Blow JobIn GTA ist es etwas unromantischer, hier gibts hauptsächlich Sex mit Prostituierten. Zwar kann man sich auch mit einer seiner Freundinnen zu Stelldichein treffen, aber die wollen vorher hoffiert werden und mehr als Gestöhne und einen wackelnde Außenansicht eines Hauses gibts auch nicht zu sehen. Was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehe. Bei denen am Straßenstrich hat man die Wahl zwischen Hand Job, Blow Job und naja Sex eben für $20, $50 und $70 und dann kann man in aller Ruhe aus jeder beliebigen Position dabei zusehen.

Damals bei GTA:SA gabs großen Ärger (in Amerika) wegen der Hot Coffee Mod-Geschichte, bei der man in einem Minispiel rhythmisch die Knöpfe drücken musste, um die Freundin zu befriedigen. Andererseits saßen die Nutten nur im Auto und die Kameraperspektive war so, dass man "nichts sehen" konnte.

Aber braucht man Sex in Spielen? 

Keine Ahnung. Mich störts nicht, aber ich würd mir kein Spiel zulegen, nur weil zufällig drin gevögelt wird. Ich finds wichtig, dass auch in Spielen wie Sims, die auch für Sechsjährige freigegeben sind, Sex vorkommt. Wie soll die Familie sonst Nachwuchs bekommen? Und dass die Erwachsenen dabei nur unter der Bettdeck verschwinden und es dann ein Feuerwerk gibt, ist völlig ausreichend.

Stadt

Als ich GTA IV das erste Mal gespielt hab, war ich geflasht. Ich meine, liebevolle Hommagen an amerikanische Metropolen gab es auch schon in den Teilen davor, aber die Grafik war im Vergleich dazu bescheiden. Auch nachdem ich es jetzt schon zwei Mal durch und auch TLatD und TBoGT gespielt habe, gibts immer noch Sachen zu entdecken. 

Was mir fehlt, ist das Interagieren mit Objekten. Zwar ist mit den Episodes from Liberty City einiges an zusätzlichen Aktionen dazu gekommen, die sind aber immer nur in den einzelnen Teilen verfügbar und auch nicht in dem Maße wie es in GTA:SA der Fall war. Z.B. kommt bei Bränden keine Feuerwehr mehr, man kann die Züge nicht selbst fahren, keine LKW-Anhänger, keine Taxi- und Krankenwagen-Missionen etc.

Aber die Stadt sieht geil aus. Ich freu mich auf Teil V.

Liberty City


[52 Games|06] Geschwindigkeit: Osmos

Osmos Screenshot

In physics, velocity is speed in a given direction. Speed describes only how fast an object is moving, whereas velocity gives both the speed and direction of the object's motion. To have a constant velocity, an object must have a constant speed and motion in a constant direction. Constant direction typically constrains the object to motion in a straight path. A car moving at a constant 20 kilometers per hour in a circular path does not have a constant velocity. The rate of change in velocity is acceleration. Velocity is avector physical quantity; both magnitude and direction are required to define it. The scalar absolute value (magnitude) of velocity is speed, a quantity that is measured in metres per second (m/s or ms−1) when using the SI (metric) system.

Das schöne am englischen ist, dass dort zwischen speed und velocity unterschieden wird, bei uns heißt beides Geschwindigkeit, aber das nur nebenbei. Bleiben wir in der klassischen Physik und holen uns noch weitere Größen dazu, die Masse zum Beispiel. Mit Hilfe der Raketengrundgleichung haben wir mathematisch schon fast alles zusammen, was wir bräuchten, würden wir Osmos nicht spielen, sondern berechnen wollen. Das stimmt zwar nur halb, wir müssten uns noch mit Impulsen und Stößen auseinandersetzten, aber das haben ja andere schon für uns getan und so können wir ein Spiel genießen, das durch eine schöne Optik und ein simples Spielprinzip zu beeindrucken weiß.

Wir steuern ein anfangs kleines blaues Etwas, dass sich zusammen mit anderen Etwassen in einem System befindet, das aussieht wie das Weltall. Oder wie eine Petrischale.

Auch wenn die Level teils unterschiedliche Ziele haben, müssen wir doch immer versuchen zu wachsen, indem wir die anderen Etwasse durch Kontakt assimilieren. Dabei müssen wir aufpassen, weil immer das größere das kleinere in sich aufnimmt und wir also auch verschluckt werden könnten. Bewegen können wir uns durch Masseauswurf (s. Raketengrundgleichung), wer also sehr schnell werden möchte, riskiert zuviel Masse zu verlieren.