Raspberry Pi im eduroam-WLAN betreiben (IEEE 802.1X)

Raspberry Pi

Es soll ja Menschen geben, die zu Bildungszwecken von ihrer Lehreinrichtung einen Raspberry Pi (geliehen) bekommen haben. Einige dieser Lehreinrichtungen nutzen das sogenannte eduroam, eine Initiative, die Mitarbeitern und Studenten von partizipierenden Universitäten und Organisationen einen Internetzugang an den Standorten aller teilnehmenden Organisationen unter Verwendung ihres eigenen Benutzernamens und Passwortes über (Wireless) LAN ermöglicht.

Wenn man nun seinen RasPi über WiFi im eduroam betreiben möchte, aber nur rudimentäre Linux-Kenntnisse besitzt, hat man evtl. ein Problem, denn der WLAN-Assistent des RasPi-Standard-Linux Raspbian ist sehr einfach gehalten und unterstützt nicht den IEEE 802.1X-Standard zur Authentifizierung.

Da dieser Assistent aber auch nur den wpa_supplicant füttert, kann man dessen Konfigurationsdatei auch von Hand erstellen und dann klappts auch mit dem eduroam.

Auch wenn die eigenen Zugangsdaten bei jedem Teilnehmer des eduroam funktionieren sollten, kann es sein, dass Algorithmen von Standort zu Standort verschieden sind, daher sollte man sich vorher beim jeweiligen Rechenzentrum informieren und die Angaben unten in der Beispieldatei anpassen. Bei mir war es wichtig, zuerst das Stammzertifikat der Hochschule auf dem RasPi zu speichern.

wpa_supplicant.conf

ctrl_interface=DIR=/var/run/wpa_supplicant GROUP=netdev
update_config=1

#Einstellungen des Heimnetzes, bei Bedarf disabled=0 setzen
network={
	ssid="homeWLAN"
	psk="******"
	proto=RSN
	key_mgmt=WPA-PSK
	pairwise=CCMP
	auth_alg=OPEN
	disabled=1
}

#Einstellungen zu eduroam
network={
	ssid="eduroam"
	proto=RSN
	key_mgmt=WPA-EAP
	pairwise=CCMP
	auth_alg=OPEN
	eap=TTLS
	#Entsprechende Zugangskennung, in den meisten Fällen die komplette Email-Adresse!
	identity="s05*****@htw-berlin.de"
	password="********"
	ca_cert="/etc/wpa_supplicant/deutsche-telekom-root-ca-2.der"
	phase2="auth=PAP"
	priority=5
}

Diese Datei muss dann nur noch auf dem RasPi unter /etc/wpa_supplicant/wpa_supplicant.conf gespeichert werden (Root-Rechte beachten!).


Aushilfswinter

Der Winter hat uns ja diese Saison fett verarscht. Anfang Dezember: Schnee, selbst in Berlin. Pünktlich zu Weihnachten/Silvester war alles wieder weg. Und jetzt, wo es wieder kalt ist, liegt auch wieder Schnee, außer in Berlin (also 1,5cm zählen nicht, damit lässt sich nüscht vernünftiges anfangen...). Würde hier eine ernstzunehmende Menge Schnee liegen, würde ich gerne das machen können, was diese finnischen Kids da regelmäßig ins Netz stellen. Sie zeigen sehr eindrucksvoll, dass Skier mindestens so cool sind wie Snowboards und dass man dazu auch keine Berge und Pisten braucht, sondern einfach nur Schnee und das was man halt im Sommer so mit dem Skateboard befährt. Aba Schnee jibts hier ja nich.

[via mogreens]


Alle Jahre wieder: der Conrad Adventskalender 2012

Conrad Adventskalender 2012

Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es bei Conrad wieder einen Elektronik-Bastel-Adventskalender, der einem auf spielerische Weise die Funktion verschiedener elektronischer Bauteile erklärt und bei dem es dann zu Weihnachten ein lustiges buntes Blinken auf dem Steckbrett gibt.

Wir erinnern uns:

  • 2009 ging es los mit LEDs, Widerständen und Transistoren,
  • 2010 kamen Dioden, Kondensatoren und Operationsverstärker hinzu,
  • 2011 gab es dann noch einen Piezo-Minilautsprecher und den berühmten NE555.

Tja, und dieses Jahr... lasst euch überraschen ;)

Spielverderber und Geizhälse können natürlich ins Datenblatt schauen und sich schon am Totensonntag über blinkende Lämpchen freuen.

Alternativen gerne in die Kommentare.

PS: Der Vollständigkeit halber hier noch die Auflistung der Bedienungsanleitungen der letzten Jahre, zum Nachbauen etc.


[52 Games|28] Ausdauer: The Binding of Isaac

Neben fehlender Zeit ist auch die fehlende Ausdauer der Grund dafür, dass ich seit Monaten nichts mehr zu den #52Games geschrieben habe.

Auch wenn ich quasi kaum noch zum Spielen komme, gibt es doch ein Spiel, bei dem ich zwischendurch mal ne Runde zocken kann und was ich laut Steam schon 62 Stunden gespielt habe und was damit Spitzenreiter ist.

The Binding of Isaac

The Binding of Isaac ist ein Action-RPG-Shooter mit Rogue-like-Elementen und einer zufällig generierten Spielwelt. Das heißt, die Kammern, Gegner und Power-Ups sind bei jedem Spiel völlig verschieden und das macht das Spiel sehr spielenswert. Obwohl ich es recht schwer finde und man nicht speichern kann, ist der Frust nie so groß nicht doch noch eine Runde zu versuchen. Ihr spielt den kleinen Isaac, der von seiner Mutter geopfert werden soll. Auf der Flucht gerät er immer tiefer unter die Erde und muss sich mithilfe seiner Tränen und verschieden Power-Ups gegen verschiedene Gegner behaupten. 

Über all die WTFs bzgl. Bibel, Gott und Teufel würd ich auch noch schreiben, aber dazu fehlt mir die Ausdauer...

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob es am Spiel oder an mir liegt, dass ich nach 63 Stunden noch nicht beim Endgegner angelangt bin. Klar, Mutti hab ich schon besiegt, aber danach muss man sich durch ihren Unterleib kämpfen und da hab ich noch so meine Schwierigkeiten... Herr Dr. Freud, ne Idee?



[52 Games|14] Zeit: Braid

Zeit hat mir in letzter Zeit etwas gefehlt, nichtsdestotrotz mal wieder ein Beitrag zu #52Games.

Beim Thema Neubeginn hatte ich Braid schon mal erwähnt und wer regelmäßig die Aktionen um das Humble Bundle verfolgt, der kennt Braid sicher auch und weiß warum ich dieses Spiel beim Thema Zeit gewählt habe.

Braid

Im Prinzip ist es ein simples Jump'n'Run a la Super Mario. Also auch mit Prinzessin retten und so, nur mit etwas Tragik und Metaphorik. Und man kann nicht sterben. Dafür, und das ist das Besondere bei Braid, kann man mittels der Shift-Taste die Zeit zurückdrehen, beliebig oft und beliebig lange. So bekommt man auch schwierige Level in den Griff, ohne durch ständiges Ableben frustriert zu werden.

Wären da nicht Objekte, deren Bewegung sich nicht zurückdrehen lässt. Das heißt, im Verlauf des Spiels kann es durchaus passieren, dass man einen Knoten im Kopf bekommt, weil man quasi gleichzeitig vorwärts und rückwärts denken muss.

Außerdem ist es grafisch und musikalisch sehr liebevoll gestaltet, für Xbox, PS3, Mac OSX, Linux und Windows erhältlich und kostet (bei Steam) auch nur ca. 9€.