[how to] Radicale auf dem Raspberry Pi installieren (CardDAV-/CalDAV-Server)

Radicale Raspberry Pi Logo

Um seine Kalender und Kontake auf mehreren Geräten syncron zu halten, gibt es verschieden Möglichkeiten. Am einfachsten geht das warscheinlich mit Google, die unterstützen viele Formate und machen auch den Export der Daten verhältnismäßig einfach. Bei Apple und Microsoft wird es außerhalb des eigenen Systems etwas umständlich.

Wer auf den Upload in die "Cloud" verzichten möchte, kann sich sog. CalDAV- bzw. CardDAV-Server einrichten. Gerade weil eine Synchronisation nicht permanent erfolgen muss, bietet es sich an, diesen Server im heimischen LAN zu betreiben, wofür sich wiederum der Raspberry Pi oder ein ähnlicher Minicomputer hervorragend eignet.

Wer auf seinem RasPi bereits einen Webserver wie Apache oder nginx laufen hat oder Wert auf ein hübsches (Web-)Frontend legt, der sollte sich Baïkal genauer ansehen und auch ownCloud hat entsprechende Features an Bord.

In einem Podcast von Marcus 'monoxyd' Richter zum Thema private Cloud bin ich auf Radicale aufmerksam geworden, einen einfachen Kalender- und Kontakte-Server, der als Python-Skript auf fast jedem System läuft. Glaubt man der Website, dann läuft der sogar ohne Konfiguration und Installation. Da dann aber ein paar Sachen doch nicht so klappen, wie ich mir das vorgestellt hatte und ich keine 100%ige out-of-the-box-Lösung gefunden habe, nochmal für mich selbst, falls ich mal kein Backup gemacht habe und für alle Suchenden:

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Picasa als unbegrenzter Onlinespeicher nicht nur für Bilder?!

Picasa ist der Bilderdienst von Google und bietet in der kostenlosen Variante 1024MB (1GB) Speicherplatz. Allerdings werden dem normalen Nutzer Bilder die kleiner als 800x800 Pixel groß sind (und Videos unter 15min) nicht angerechnet. Hat man sich für Google+ angemeldet erhöht sich das Limit auf 2048 Pixel maximale Kantenlänge. Soweit, so gut.

Das spannende ist jetzt, dass Bilder ja nicht nur Bilddaten enthalten (müssen). Da gibts zum Beispiel diesen ganzen EXIF-Kram, wo dann drin steht wann, wo, mit welcher Kamera, mit welcher Blende, Belichtungszeit etc. das Foto gemacht wurde. Aber das ist noch nicht alles. Man kann auch noch ganz andere Daten in Bildern verstecken.

Unter Windows geht das ganz einfach mit der Kommandozeile :

copy /b Ursprungsbild.jpg+Secret.zip Zielbild.jpg

Wichtig hierbei ist einerseits das /b damit die Daten binär kopiert werden und dass das Bild zuerst dasteht.

Unter Linux ist es fast noch einfacher:

cat Ursprungsbild.jpg Secret.zip > Zielbild.jpg

Das Zielbild wird jetzt als normales Bild angezeigt, ist aber natürlich größer. Um wieder an die Daten zu kommen, reicht es die Dateiendung in .zip zu ändern und schon kann man das Bild als Zip-Archiv öffnen. (Unter Windows 7 muss man ein Programm verwenden (7zip, WinRar etc.), der Explorer weigert sich da leider.)

Picasa lässt natürlich nicht beliebig große Dateien zu, die zulässige Größe ist proportional zur Bildabmessung. Ich habe noch nicht bis ins kleinste getestet, aber 3,5MB werden bei einem 2048er Bild akzeptiert, reicht also um kleine Musikstücke in Bildern zu verstecken, viel Spaß:

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