Alle Jahre wieder: der Conrad Adventskalender 2012

Conrad Adventskalender 2012

Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es bei Conrad wieder einen Elektronik-Bastel-Adventskalender, der einem auf spielerische Weise die Funktion verschiedener elektronischer Bauteile erklärt und bei dem es dann zu Weihnachten ein lustiges buntes Blinken auf dem Steckbrett gibt.

Wir erinnern uns:

  • 2009 ging es los mit LEDs, Widerständen und Transistoren,
  • 2010 kamen Dioden, Kondensatoren und Operationsverstärker hinzu,
  • 2011 gab es dann noch einen Piezo-Minilautsprecher und den berühmten NE555.

Tja, und dieses Jahr... lasst euch überraschen ;)

Spielverderber und Geizhälse können natürlich ins Datenblatt schauen und sich schon am Totensonntag über blinkende Lämpchen freuen.

Alternativen gerne in die Kommentare.

PS: Der Vollständigkeit halber hier noch die Auflistung der Bedienungsanleitungen der letzten Jahre, zum Nachbauen etc.



Conrad Adventskalender 2011 und Alternativen

Die Tage werden kürzer, draußen wird es kälter und der erste Stollen ist verdrückt worden. Wieder einmal rückt Weihnachten unaufhaltsam näher und damit auch wieder Conrads Adventskalender. Ich werde mir diesen auch 2011 zulegen, schon aus Prinzip©. Falls ihr mit dem NE556 Timer IC nichts anfangen könnt, möchte ich euch im folgenden einige nicht weniger nerdige Alternativen vorstellen.

Franzis Adventskalender Retroradio Bausatz

Gleicht vom Prinzip her dem Conrad Modell nur dass am Ende ein vollständiges Mittelwellenradio aufgebaut werden kann. Würde fast behaupten wollen dies ist der bessere Kalender, am Ende ist es jedoch Geschmackssache.

Wera Adventskalender

Für Leute die selbst bei 1,5V noch eine gewischt bekommen und lieber was in der Hand haben, liefert Werkzeug hersteller Wera den richtigen Kalender. Eine Auswahl aus der firmeneigenen Schrauber und Bit Serie ist praktisch aber auch entsprechend preisintensiv.

LEGO Star Wars Adventskalender

An sich ist das ja auf mehreren Ebenen irre nerdig mit LEGO und Star Wars und so, aber wirklich hinstellen würde ich mir den nicht. Wahrscheinlich mehr was für Kinder. Immernoch besser als der Universal Trends Star Wars Adventskalender. Auch nicht schlecht ist der Revell Adventskalender Star Wars.

Für wen da jetzt noch nichts dabei war, der findet bestimmt etwas zwischen all den Tee-Bier-Spielzeug-Süßigkeiten-Geschichten-Bilder-Kalendern oder befüllt sich einfach einen selbst. In diesem Sinne wünsche ich euch eine besinnliche Adventszeit.

Baum


Picasa als unbegrenzter Onlinespeicher nicht nur für Bilder?!

Picasa ist der Bilderdienst von Google und bietet in der kostenlosen Variante 1024MB (1GB) Speicherplatz. Allerdings werden dem normalen Nutzer Bilder die kleiner als 800x800 Pixel groß sind (und Videos unter 15min) nicht angerechnet. Hat man sich für Google+ angemeldet erhöht sich das Limit auf 2048 Pixel maximale Kantenlänge. Soweit, so gut.

Das spannende ist jetzt, dass Bilder ja nicht nur Bilddaten enthalten (müssen). Da gibts zum Beispiel diesen ganzen EXIF-Kram, wo dann drin steht wann, wo, mit welcher Kamera, mit welcher Blende, Belichtungszeit etc. das Foto gemacht wurde. Aber das ist noch nicht alles. Man kann auch noch ganz andere Daten in Bildern verstecken.

Unter Windows geht das ganz einfach mit der Kommandozeile :

copy /b Ursprungsbild.jpg+Secret.zip Zielbild.jpg

Wichtig hierbei ist einerseits das /b damit die Daten binär kopiert werden und dass das Bild zuerst dasteht.

Unter Linux ist es fast noch einfacher:

cat Ursprungsbild.jpg Secret.zip > Zielbild.jpg

Das Zielbild wird jetzt als normales Bild angezeigt, ist aber natürlich größer. Um wieder an die Daten zu kommen, reicht es die Dateiendung in .zip zu ändern und schon kann man das Bild als Zip-Archiv öffnen. (Unter Windows 7 muss man ein Programm verwenden (7zip, WinRar etc.), der Explorer weigert sich da leider.)

Picasa lässt natürlich nicht beliebig große Dateien zu, die zulässige Größe ist proportional zur Bildabmessung. Ich habe noch nicht bis ins kleinste getestet, aber 3,5MB werden bei einem 2048er Bild akzeptiert, reicht also um kleine Musikstücke in Bildern zu verstecken, viel Spaß:

click and find the Trollnot just Cake


Dead Drops & PirateBox: Offline-Filesharing

Dieses Jahr im Dezember wird LemmingZ zehn Jahre alt. Bei der ersten LAN-Party noch mit nem 10-MBit/s-Ethernet, was aufgrund seiner Bus-Struktur zum Spielen von Stronghold ausgereicht hat, Daten tauschen ging dann damit nur während den kurzen Schlafpausen. Auf den nachfolgenden Veranstaltungen hatten wir dann zum Glück schon 100MBit/s zur Verfügung, was einerseits den Spielspaß verbessert hat, aber auch das Erweitern der Musik- und Videosammlung in einem vertretbaren Zeitrahmen ermöglicht hat. Auch genau dazu waren die LANs so wichtig, Internet gabs fast nur nach Volumentarifen, von der Geschwindigkeit ganz zu schweigen.

Dann gabs irgendwann DSL und irgedwann wurde das dann auch bezahlbar, und man konnte sich seine Musik etc. auch aus dem Netz ziehen. Kurzum das Filesharing wurde öffentlicher. Das Tauschen ging über die (legale?) Privatkopie hinaus. Der Nachteil des Tauschens übers Internet ist die Protokollierung. Der ISP speichert die IPs und man kann sich nie sicher sein, wer da noch alles mitlogt, wo und wann man was runtergeladen hat.

An diesem Punkt setzen zwei verschiedene (Kunst-) Projekte an: Dead Drops und PirateBox

Dead Drops

'Dead Drops' - NYCCC BY-NC-ND 2.0 by Aram Bartholl

Dead Drops ist ein Projekt des Berliner KünstlersAram Bartholl, hierbei handelt es sich um in Wände o.ä. betonierte USB-Sticks, auf denen jeder hoch- und runterladen kann was er möchte:

‘Dead Drops’ is an anonymous, offline, peer to peer file-sharing network in public space. USB flash drives are embedded into walls, buildings and curbs accessable to anybody in public space. Everyone is invited to drop or find files on a dead drop. Plug your laptop to a wall, house or pole to share your favorite files and data. Each dead drop is installed empty except a readme.txt file explaining the project. ‘Dead Drops’ is open to participation. If you want to install a dead drop in your city/neighborhood follow the ‘how to’ instructions and submit the location and pictures.

Mittlerweile gibt es weltweit rund 200 Stück mit insgesamt fast 500GB Speicherplatz und täglich kommen neue dazu, auch in Deutschland. Nachdem SpiegelOnline über das Projekt berichtet hatte, ist erstmal die Website zusammengebrochen. Jetzt kann man wieder über die eingebaute WorldMap Dead Drops auch in seiner Nähe suchen.

PirateBox

PirateBoxCafe1CC BY-NC-SA 3.0 by David Darts

PirateBox ist ein Projekt des Kunstprofessors David Darts, der ein portables Filesharing-Netzwerk (in eine Lunchbox) gebaut hat. Mithilfe eines Router mit DD-WRT-Firmware und einer Seagate Dockstar (ein kleines Ding, was einem Festplatten und USB-Geräte ans Netzwerk/Internet anschließt) auf die dann auch ne andere Firmware kommt, damit da dann n Linux drauf läuft, was man braucht um dann damit Dateien verteilen zu können.

Kann man überall mit hinnehmen und dann können wildfremde Menschen Dateien tauschen. Komplett ausgereift scheint mir das Konzept noch nicht zu sein, da die Daten alle auf einem Speicherstick in der Box gespeichert werden, da ist man also evtl. auf einige wenige GB beschränkt. Oder man baut doch ne richtige Festplatte ein.

Schaut man in die Bauanleitung und klickt dann auf den Link zur Piraten-Brotbox, empfiehlt einem Amazon auch gleich noch den Router und die Dockstar. Die Dockstar kostet leider mittlerweile fast $80, als die 2009 rauskam, hat die 25€ gekostet.

[via Nerdcore]